E wie Etikettendrucker – Wie funktioniert er und wann braucht man ihn

Etiketten sind an vielen Stellen unglaublich praktisch, denn sie kleben von selbst und lassen sich somit leicht überall anbringen. Allerdings ist das Etikettendrucken unter Umständen nicht ganz ohne, denn ein Etiketten Drucker wird anders benutzt als ein Papierdrucker. Trotzdem muss man keine Angst vorm Gebrauch des Gerätes haben, wenn man einige einfache Regeln beachtet.

Wozu man den Drucker benötigt

Besonders oft werden Etiketten Drucker im Handel und im Versandgewerbe benutzt. Der Handel druckt damit beispielweise Preisschilder, das Versandgewerbe unverwischbare Etiketten mit Empfängeradressen, die auf die Aussendungen geklebt werden. Darüber hinaus lassen sich auch Lebensmittel, wie Weinflaschen oder Marmeladengläser, damit etikettieren. Auch in Laboren kommt diese Art des Druckers zum Einsatz, da Laborproben zweifelsfrei zuordenbar sein müssen. Hier wird oftmals nicht mit Patientennamen, sondern mit Strichcodes etikettiert. Und natürlich kann man die Drucker auch im Büro, zum Beispiel für Akten, oder im Privathaushalt, etwa zur Beschriftung von Gewürzgläsern, benutzen.

Etiketten auf Marmeladengläsern
Selbstklebende Etiketten für Marmeladengläser

Unterschiedlichen Arten von Druckern

Bevor man mit dem Etiketten Drucker loslegt muss man wissen, dass es zwei unterschiedliche Arten dieser Drucker, und damit auch an Etiketten, gibt. Am häufigsten werden Thermodirekt-Etikettendrucker benutzt. Hier wird der Druck über Hitze auf das Etikettenpapier aufgebracht. Die Oberfläche des Etiketts ist deshalb mit einer Schicht Papier versehen, die absolut hitzeunempfindlich ist. In ihr sitzen Farbpartikel, die durch den aus dem Drucker kommenden Hitzestrahl das Druckbild erzeugen.

Thermotransfer-Etikettendrucker produzieren besonders haltbare Etiketten, die nur selten verblassen. Dazu wird eine spezielle Thermotransferfolie auf dem Etikett benötigt. Ansonsten funktioniert dieser Drucker wie ein Thermodirekt-Etikettendrucker.

Der wesentliche Unterschied zwischen diesen beiden Druckern, und damit auch den mit ihnen beschrifteten Etiketten, liegt in der Haltbarkeit des Schriftbildes. Thermodirekt-Etikettendrucker sollten nur dann verwendet werden, wenn das Etikett nicht länger als drei Monate lang lesbar sein muss, denn die Schrift verblasst nach diesem Zeitraum oft völlig. Thermotransfer-Etikettendrucker eignen sich, da das Endprodukt über lange Zeiträume hinweg perfekt lesbar ist, zum Beispiel für den Druck von Lebensmittel-Etiketten und Preisschildern.

Frau im Labor
Im Labor müssen viele Proben schnell und unkompliziert etikettiert werden

Was man sonst noch wissen sollte

Welcher Drucker sich für den individuellen Bedarf am besten eignet, ist über die Beständigkeit des Druckbildes hinaus, auch noch von einigen anderen Faktoren abhängig. Vor dem Kauf eines Druckers sollte man zum Beispiel wissen mit welchem Etikettenausstoß man pro Tag in etwa rechnet. Auch die gewünschte Druckauflösung ist relevant, denn genau wie bei einem Papierdrucker variiert diese auch hier. Wer beispielweise Barcodes drucken möchte braucht mindestens einen Drucker mit einer Auflösung von 300dpi. Auch hinsichtlich des verarbeitbaren Etikettenformates sollte man sich vor einem Kauf informieren, da nicht jeder Drucker jedes Format verarbeiten kann. Und letztlich sollte der Drucker möglichst bedienerfreundlich sein. Außerdem wichtig ist, ob der Drucker immer an der gleichen Stelle verbleibt, oder ob er immer wieder zu unterschiedlichen Einsatzorten transportiert werden muss.